Die Ausbildung zur Psychoanalytikerin/zum Psychoanalytiker basiert auf einer eingehenden persönlichen Auseinandersetzung mit sich selbst und mit der Theorie und Praxis der Freudschen Psychoanalyse. Diese umfasst die eigene Psychoanalyse, das Studium der psychoanalytischen Literatur, den Besuch von theoretischen und klinischen Seminaren und die Supervision der eigenen psychoanalytischen Tätigkeit.

Die Kompetenz der Psychoanalytikerin/des Psychoanalytikers zeigt sich in der Fähigkeit, Manifestationen des Unbewussten – des eigenen und des fremden – zu erkennen und deutend auf sie einzugehen. Dieser Besonderheit psychoanalytischer Kompetenz kann nicht durch einen vorstrukturierten Studiengang mit Diplomierung entsprochen werden. Das PSZ begleitet und unterstützt diesen prinzipiell nicht abschliessbaren Werdegang zur Psychoanalytikerin/zum Psychoanalytiker mit einem breit gefächerten Angebot an Kursen und Veranstaltungen sowie durch die Art seiner Organisation. Der Entscheid zur Selbstautorisierung der/des Einzelnen als Psychoanalytiker/Psychoanalytikerin ist ein Moment dieses Prozesses, der weder seinen Anfang noch sein Ende ausmacht.

Darüber hinaus bietet das PSZ zwei modulare Weiterbildungsgänge an, einen  in psychoanalytischer Psychotherapie für Erwachsene sowie einen in psychoanalytischer Psychotherapie für Kinder und Jugendliche. Das Lehrangebot des PSZ ist so gestaltet, dass die Teilnehmenden eine Auswahl treffen können, die es ihnen erlaubt, sich im Laufe von vier bis sechs Jahren als PsychotherapeutInnen im Sinne der geltenden Verordnungen und Gesetze zu qualifizieren. Die Weiterbildung erfüllt die Standards der Schweizer Charta für Psychotherapie.


Das PSZ ist zudem anerkannt als Weiterbildungsinstitution für Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung zum Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Für sie gelten die entsprechenden Reglemente der FMH und deren formale Vorgaben für Theorie, Supervision und Selbsterfahrung. Ebenso können sie aber auch das o.e. Curriculum mit Zertifikatsabschluss durchlaufen, das den Anforderungen entspricht.


Über den klinischen Bereich hinaus hat die psychoanalytische Theorie grosse Bedeutung in wesentlichen gesellschaftlichen und kulturellen Bereichen und ist deshalb auch für die Wissenschaften von Interesse, die sich mit diesen Gebieten beschäftigen. Zur Pflege und Vertiefung dieses interdisziplinären Austauschs ist deshalb der Zugang zur Ausbildung am PSZ für alle Berufsgruppen offen.

Das Psychoanalytische Seminar Zürich versteht sich von seinem Lehrangebot und von seiner Organisationsform her nicht als akademischer Betrieb, in dem ein kodifiziertes Wissen vermittelt wird. Vielmehr gestalten die TeilnehmerInnen ihren Weg zur Psychoanalytikerin oder zum psychoanalytischen Psychotherapeuten in eigener Verantwortung.

Das Seminar bietet den TeilnehmerInnen Gelegenheit, ausserhalb von festgelegten Hierarchien, selbständig oder mit Hilfe von erfahrenen Kollegen Kurse und Gruppen zu organisieren und durchzuführen,  sowie über die Mitwirkung in der Selbstverwaltung des Seminars auch Einfluss auf das Angebot zu nehmen.


Hier finden Sie weitergehende Informationen zu Weiterbildungskonzept und -kosten:


Weiterbildungskonzept

Weiterbildungskosten


Für Fragen zur Weiterbildung in psychoanalytischer Psychotherapie ist die Infostelle des PSZ zuständig, an die Sie sich direkt wenden können:
auskunft(at)psychoanalyse-zuerich.ch