Das Psychoanalytische Seminar Zürich (PSZ) pflegt eine fundierte Ausbildung, Weiterbildung und permanente Fortbildung in Psychoanalyse und psychoanalytischer Psychotherapie. Es besteht seit 1977 als unabhängige, selbst verwaltete Institution in der Tradition der Freud'schen Psychoanalyse in der Schweiz. Am PSZ wird unter Psychoanalyse allerdings nicht nur eine klinische Theorie und Behandlungspraxis verstanden. Die Freud'sche Psychoanalyse erhebt den Anspruch, gesellschaftliche, soziale und kulturelle Phänomene zu problematisieren. Aus diesem Grund steht es als Fortbildungs- und Diskussionsforum nicht nur Medizinern und PsychologInnen offen, sondern auch Interessierten aus anderen Berufen und Wissenschaften.

Aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen beginnt der Werdegang zur Psychoanalytikerin, zum Psychoanalytiker in der Regel mit der Weiterbildung in Psychotherapie. Das PSZ bietet zwei modulare Weiterbildungsgänge mit curricularen Elementen an, einen in psychoanalytischer Psychotherapie für Erwachsene sowie einen in psychoanalytischer Psychotherapie für Kinder und Jugendliche. Das Lehrangebot des PSZ ist so gestaltet, dass die Teilnehmenden eine Auswahl aus dem Lehrangebot treffen können, mit welcher sie sich als PsychotherapeutInnen im Sinne der geltenden Verordnungen und Gesetze qualifizieren. Die zwei Weiterbildungsgänge erfüllen die Standards der Schweizer Charta für Psychotherapie sowie jene für den Fachtitel Psychotherapie FSP, ASP, SBAP und sind vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) provisorisch akkreditiert.

Das PSZ ist auch als Weiterbildungsinstitution für Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung zum Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie anerkannt. Für sie gelten die entsprechenden Reglemente der FMH und deren Vorgaben für Theorie, Supervision und Selbsterfahrung. Es steht ihnen frei, das vollständige Curriculum des PSZ für psychoanalytische Psychotherapie mit Zertifikatsabschluss zu durchlaufen, wie es von PsychologInne gefordert wird.

Weiterbildung in psychoanalytischer Psychotherapie und psychoanalytische Ausbildung sollen Gelegenheit bieten, psychoanalytische Kompetenz zu erwerben und eine psychoanalytische Haltung zu entwickeln. Dazu gehören die eigene Psychoanalyse, das Studium der psychoanalytischen Literatur, den Besuch von theoretischen und klinischen Seminarien und die Supervision der eigenen psychoanalytischen Tätigkeit.

Die Fähigkeit, Manifestationen des Unbewussten – des eigenen und des fremden – zu erkennen und deutend auf sie einzugehen, lässt sich nicht in Prüfungen nachweisen. Das Psychoanalytische Seminar Zürich versteht sich deshalb in seinem Lehrangebot und von seiner Organisationsform her nicht als akademischen Betrieb, in dem kodifiziertes Wissen vermittelt wird. Die TeilnehmerInnen gestalten ihren Weg zur Psychoanalytikerin oder zum psychoanalytischen Psychotherapeuten weitgehend in eigener Verantwortung. Das PSZ begleitet und unterstüzt den Werdegang mit einem breit gefächerten Angebot an Kursen und Veranstaltungen sowie durch die Art seiner Organisation.

Allen TeilnehmerInnen wird Gelegenheit geboten, selbständig oder mithilfe erfahrener KollegInnen, Studiengruppen oder Kurse zu organisieren. Durch die Mitwirkung in der Seminar-Selbstverwaltung können sie Einfluss auf das Angebot nehmen.


Hier finden Sie weitergehende Informationen zu Weiterbildungskonzept und -kosten:

Weiterbildungskonzept

Weiterbildungskosten


Für Fragen zur Weiterbildung in psychoanalytischer Psychotherapie ist die Infostelle des PSZ zuständig, an die Sie sich direkt wenden können:
auskunft(at)psychoanalyse-zuerich.ch