Der Trieb
Für Freud ist der Trieb Ausgangspunkt seines Denkens, Grenzbegriff zwischen dem Körperlichen und Seelischen, Kraftwirkung, nämlich Arbeitsanforderung des Somatischen an das Seelische, und: immer nur aufgrund seiner Repräsentanz im Bewussten erkennbar. An der Grenze des Sprachlichen, des mess- und erkennbaren steht der Trieb im Zentrum dessen, was mit der Entstehung des Seelischen, was mit Verdrängung und mit Trauma zu tun hat; zugleich wird der Begriff dort zum Tabu, wo Quantifizier- und Messbarkeit zum alleinigen Massstab von Reflexion werden.
Ausgehend von Freuds «Triebe und Triebschicksale», über Lacans Seminar XI, wo er den Trieb als einer der vier Grundbegriffe behandelt, zu Bruce Fink, bei dem die Analyse letztlich zu einer Rückkehr zum Trieb führt, wollen wir dem Triebbegriff in seiner theoretischen und klinischen Relevanz nachgehen, unseren Zugang zu diesem immer entschwindenden Begriff gemeinsam entwickeln und vertiefen.
Wir bitten darum, für den ersten Abend den Aufsatz «Triebe und Triebschicksale» zu lesen.
*Daten: ab 14.4.09 jeweils 14-täglich sowie
Samstag, 9. Mai 2009, 13.00 bis 17.15 Uhr
Anmeldung bis 30.3.09
Rony Weissberg
weissberg(at)gmx.ch
Tel. 044 261 89 84
Barbara Langraf Fellmann
Tel. 044 261 15 68
Kurskosten: Fr. 120.–