Das Psychoanalytische Seminar Zürich (PSZ) setzt sich mit klinischen und theoretischen Aspekten der Freudschen Psychoanalyse auseinander.
Das Seminar hat zur Zeit ca. 480 TeilnehmerInnen. Es ist in demokratischer Selbstverwaltung organisiert. Die Teilnehmerversammlung ist das Gremium, das über alle wichtigen Belange entscheidet. Sie wählt die Seminarleitung als exekutive Instanz. Die administrativen Aufgaben erledigt das Sekretariat.
Der Seminarbetrieb ist als berufsbegleitendes Angebot mit Kursen, Studygroups, Kolloquien, Vorträgen und Tagungen konzipiert und findet vorwiegend abends statt. Er bietet die Möglichkeit zu verschiedenen Ausbildungen, wird aber auch rege zur Weiterbildung und als Diskussionsforum genutzt.
Am 12. Februar 1982 hat die Teilnehmerversammlung folgende Absichtserklärung verabschiedet:
Das Psychoanalytische Seminar Zürich (PSZ) pflegt Theorie und Praxis der Freudschen Psychoanalyse. Es nimmt eine institutionskritische Tendenz der psychoanalytischen Bewegung in der Schweiz auf.
Der Gefahr von Erstarrung bewusst, bemüht sich das PSZ um eine permanente Auseinandersetzung mit:
– den theoretischen Konzepten
– der jeweils entstehenden Organisationsform am Seminar
– den politischen und kulturellen Bedingungen, unter denen
psychoanalytisches Denken und Arbeiten stattfinden.
Durch seine innere Organisation versucht das Seminar, einen Raum zu schaffen, in dem Psychoanalyse in ihrer Konflikthaftigkeit und Widersprüchlichkeit vermittelt und erfahren werden kann. Diese Organisation ist nicht dazu da, Wissen zu verwalten, sondern ihr Ziel ist es, den nie abschliessbaren Prozess zu fördern, der Wissen stets aufs Neue erzeugt.