«Bringing things together?» Dinge zusammenbringen?

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Irma Brenman Pick verfolgt in dieser klinischen Arbeit die ständige Bewegung in der analytischen Begegnung – wie im Leben überhaupt – von der paranoid-schizoiden Position zur depressiven Position und wieder zurück. Sie legt besonderen Wert auf die Art und Weise, wie die Deutungen der AnalytikerIn (oder gegebenenfalls auch ihr Schweigen) unter diesen Bedingungen jeweils gehört oder empfunden werden. Sie setzt in ihrem Titel ein Fragezeichen, weil sie davon ausgeht, dass immer, wenn wir meinen, es sei uns gelungen, die Dinge zusammenzubringen, der Schmerz und das Wissen um das, was nicht integriert werden konnte, jeweils auch vorhanden ist. Die Anerkennung dieser Beschränkungen ist selbst ein Teil der Arbeit der depressiven Position.Irma Brenman Pick stammt aus Südafrika und kam 1955 nach London, wo sie sich erst an der Tavistock Clinic und dann bei der British Psychoanalytical Society zur Kinder- und Erwachsenentherapeutin ausbildete. Sie ist Lehranalytikerin und Supervisorin und erfüllte auch verschiedene Funktionen für die British Psychoanalytical Society, zuletzt als deren Präsidentin von 1997 – 2000. Auf Deutsch ist nur ihre Arbeit über «Durcharbeiten in der Gegenübertragung» erhältlich, sowohl in E. Bott Spillius (Hg.): «Melanie Klein Heute», Bd. 2, Verlag Int. Psychoanalyse 1991, S. 45 – 64, als auch in der besseren Übersetzung in: C. Frank, H. Weiss (Hg.): Normale Gegenübertragung und mögliche Abweichungen. diskord, Tübingen 2003, S. 37-58. Auf Englisch zugänglich ist: The Emergence of Early Object Relations in the Psychoanalytical Setting. In: Anderson, R. (ed.): Clinical Lectures on Klein and Bion, Routledge, London 1991