Für Ärzte und Ärztinnen: psychoanalytische Psychotherapie für Erwachsene, Kinder und Jugendliche

FMH/SIWF-akkreditierte Weiterbildung für Ärztinnen/Ärzte in psychoanalytischer Psychotherapie für Erwachsene, Kinder und Jugendliche

Diese curricular angelegte Weiterbildung richtet sich an diejenigen Ärztinnen und Ärzte, die einen Facharzttitel in Psychiatrie und (psychoanalytischer) Psychotherapie für Erwachsene oder für Kinder und Jugendliche anstreben.

Der Weiterbildungsgang erfüllt die seit dem 1.7.2009 gültigen Vorgaben der FMH für das psychotherapeutische Curriculum.

Konzipiert als Grundausbildung entspricht sie dem 1. Teil der vom PSZ angebotenen, umfangreicheren Weiterbildung in psychoanalytischer Psychotherapie mit Zertifikatsabschluss und ermöglicht den Zugang zu deren 2. Teil.

Die Weiterbildung in psychoanalytischer Psychotherapie für Erwachsene umfasst Selbsterfahrung, Supervision und Selbststudium sowie den Besuch theoretischer und klinischer Kurse. Sie enthält modulare und curriculare Elemente und gliedert sich in die unten aufgeführten Bereiche. Aus jedem Bereich muss die angegebene Anzahl Kurse besucht werden. Für die Psychotherapieausbildung für Kinder und Jugendliche sind spezifische Kurse zu besuchen (siehe Flyer).

Die untenstehende Tabelle bezeichnet die Themenbereiche, zu denen Kurse angeboten werden. Die detaillierten Angaben zu den einzelnen Kursen finden sich imSemesterprogramm Winter 2020/21 Um die Orientierung zu erleichtern, sind die Kurse im Semesterprogramm über die umkreisten Nummern den einzelnen Bereichen zugeordnet.

Das Curriculum kann individuell zusammengestellt werden. Dabei ist auf eine sinnvolle Gestaltung zu achten. Wir empfehlen, die im Flyer dick mit Punkten umrahmten Kurse als Basiskurse zuerst zu belegen.

Die Kurse finden in der Regel 14-täglich, um 20.30 Uhr, in den Seminarräumen an der Quellenstrasse 25, 8005 Zürich statt. Teilweise werden sie auch an Samstagen als Blockkurse am gleichen Ort durchgeführt.

Die Weiterbildung beginnt mit einem Eintrittsgespräch. Am Schluss des Curriculums dokumentieren die Studierenden die besuchten Kurse und stellen in einem Portfolio ihren Lernprozess dar. Ein abschliessendes Standortgespräch dient der Reflexion und weiteren Planung der Weiter- oder Fortbildung.

Weiterbildungsprogramm Erwachsene

Selbsterfahrung und Selbststudium

  • Eigene Freudsche Analyse (empfohlen sind 3-4 Wochenstunden)
  • Supervision
  • Intervision
  • Eigenes Literaturstudium

Metapsychologie

60 Einheiten

  • Konzepte des Unbewussten
  • Triebtheorie
  • Strukturtheorie
  • Abwehrlehre
  • Psychoanalytische Entwicklungstheorien
  • Traumtheorie

Psychoanalytische Krankheitslehre

60 Einheiten

  • Neurosen
  • Psychosen
  • Persönlichkeitsstörungen
  • Psychoanalytische Diagnostik, Vergleich mit anderen Methoden
  • Psychosomatik

Klinische Ausbildung

60 Einheiten

  • Grundlagen der Technik
  • Indikationsseminar und Erstgespräch
  • Kasuistik für Anfänger
  • Interviewkurs
  • Kasuistik für Fortgeschrittene
  • Abklärungsstelle
  • Technisches Seminar inkl. spezielle Fragen der Technik

Theorie und Praxis spezifischer Behandlungssituationen

30 Einheiten

  • Arbeit in veränderten Settings: z.B. bei Psychosen, Traumatisierungen, Migrationskonflikten, Suchtproblematik
  • Institutionelle Parameter: z.B. in Kliniken, Beratungsstellen, bei delegierter Psychotherapie und Krankenkasse
  • Psychoanalytische Kurztherapie, Paar- und Familientherapie
  • Psychoanalytische Arbeit mit Gruppen

Gesellschafts-, Kultur- und Wissenschaftstheorie

30 Einheiten

  • Geschichte der Psychoanalyse
  • Psychoanalytische Ethik
  • Psychoanalyse und Gesellschaft
  • Psychoanalyse als Erkenntnistheorie

Rekursmöglichkeiten für Teilnehmende in Weiterbildung

Erste Entscheidungsinstanz für die Teilnehmenden in Weiterbildung ist die Weiterbildungskommission des PSZ. Sind die Teilnehmenden mit einem Entscheid der Weiterbildungskommission nicht einverstanden, können sie Rekurs einlegen.

Über Beschwerden der Teilnehmenden in Weiterbildung am PSZ entscheidet als unabhängige und unparteiische Beschwerdeinstanz nach PsyG die Beschwerdekommission, die gemeinsam mit den psychoanalytischen Weiterbildungsinstituten AZPP (Ausbildungszentrum für Psychoanalytische Psychotherapie Basel), KJF (Weiterbildungsinstitut für Kinder-, Jugendlichen- und Familientherapie Luzern) und FIZ (Freud-Institut Zürich) per 01.07.2016 eingesetzt wurde (vgl. Reglement der Vernetzungsgruppe über die Beschwerdeinstanz).
Adresse:

Beschwerdekommission der Vernetzungsgruppe

AZPP, FIZ, KJF und PSZ

Postfach 2409

8021 Zürich 1



Mitglieder der Beschwerdekommission: Ruth Wallimann (Präsidentin/Juristin), Katrin Braune-Krickau (KJF), Christian Begemann (KJF), Ingrid Flury-Specht (FIZ), Nadja Händel (AZPP), Sabina Kunz (PSZ), Thomas Kurz (PSZ), Dagmar Nölchen (AZPP), Esther Schoellkopf Steiger (FIZ)