„So vieles hat sich aufgetan“

Der Vortrag ist Teil des Freitagszyklus „60 Jahre PSZ - Back to the Future“.

Referenten

Lilian Berna

Informationen

Geschichte bewegt und wirkt weiter – im Bewussten wie im Unbewussten. Die Auseinandersetzung mit ihr hat also immer auch mit der Gegenwart und der Zukunft zu tun. Unter diesem Motto steht der diesjährige Vortragszyklus.
Nachdem wir im WS 2017 den 40. Geburtstag des von der SGPsa unabhängigen PSZ gefeiert haben, erinnern wir uns nun im Jahr 2018 an das 60-jährige Bestehen unseres Seminars seit seiner Gründung. Diesmal liegt der Fokus bei denjenigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die sich an die Zeit vor der Trennung von der SGPsa erinnern und die Geschichte dieser Trennung miterlebt und aktiv mitgestaltet haben.
Die Vortragenden gehen von ihren persönlichen Erfahrungen als aktive Teilnehmerinnen und Teilnehmer des PSZ aus und berichten über den Einfluss dieser Erfahrungen auf ihre praktische klinische Arbeit und auf ihre theoretischen Überlegungen zur Psychoanalyse im gesellschaftlichen, institutionellen und kulturellen Bereich.
Macht sich die bewegte Geschichte des PSZ in ihrer Arbeit bemerkbar? Kann dieser Einfluss im klinischen Material oder in theoretischen Überlegungen zu Kultur und Gesellschaft aufgezeigt werden? Wie veränderten sich im Laufe der Zeit ihre Arbeits- und Denkweisen? Gibt es Bezüge zu den Geschehnissen, Auseinandersetzungen und inhaltlichen Diskussionen am PSZ?
Der Zyklus soll die Gelegenheit bieten, am Denken der älteren Teilnehmerinnen und Teilnehmern teil zu haben und von ihrem reichen Wissen und ihrer Erfahrung zu profitieren.
Am letzten Abend des Zyklus ist ein Podiumsgespräch zwischen den Dozentinnen und Dozenten geplant. Folgenden Fragen soll darin nachgegangen werden:
Gibt es einen ‚Geist des PSZ’? Wie zeigt er sich? Was verbindet? Was trennt? Nach einer ersten Runde auf dem Podium diskutiert das Publikum mit. Wirkt die bewegte Geschichte des PSZ auf die jüngeren Teilnehmerinnen und Teilnehmer weiter -- in unserem Befinden, theoretisch, klinisch?
Unser Seminar hat sich mit der Akkreditierung der Weiterbildung zur psychoanalytischen Psychotherapie auch zur Generativität bekannt. Da stellt sich die Frage, wie sich die Einstellungen, Überzeugungen, aber auch die Erwartungen unserer „Grossmütter“ und „Grossväter“ auf die jüngere Generation auswirken? Ein offenes Gespräch darüber zwischen den Generationen könnte helfen‚ die gesellschaftliche Produktion von „Unbewusstheit“ bewusster zu machen, und es könnte unser Seminar darin unterstützen, auch in Zukunft lebendig zu bleiben. In diesem Sinn: “Back to the Future”!


Der Vortrag ist öffentlich. Es wird kein Kursgeld erhoben.